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Schon in jungen Jahren habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie wohl die Menschen in Mitteleuropa vor 40tausend., vor viertausend  oder vor zweitausendJahren gelebt haben mögen: wie und wovon haben sie sich ernährt, wo und wie haben sie vor allem gewohnt, welche Techniken haben sie zur  Sicherstellung der Ernährung und zu ihrer Verteidigung genutzt, wie haben sie sich als Gemeinschaft organisiert, an welchen Krankheiten haben sie hauptsächlich gelitten, von wem und wie wurde Macht ausgeübt bzw. mit welchen fremden Mächten mussten sie sich auseinandersetzen und anderes mehr.

Mein vorrangiges Interesse  galt deshalb schon immer der Geschichte. Den Beruf eines Historikers habe ich allerdings nicht ergriffen. Es blieb beim Interesse und beim Lesen geschichtlicher Abhandlungen, beim Besuch einschlägiger Vorträge und Ausstellungen, wann immer sich eine Gelegenheit dazu bot. Dazu kam während des Studiums der freiwillige Besuch interessanter historischer Vorlesungen und Seminare an den beiden Universitäten, an denen ich studiert habe.

Nach Einritt in den Ruhestand konnte ich mich jedoch etwas stärker engagieren. Im Vordergrund stand dabei relativ rasch die Auswertung der seit dem 16. bis 17. Jahrhundert von Geistlichen geführten Kirchenbücher auf der Suche nach der Geburt, der Heirat, der Familienzusammensetzung sowie Ort und Zeitpunkt des Todes meiner Vorfahren. Dabei hatte ich den besonderen Vorteil, dass meine Vorfahren zu weit über 90% der protestantischen Konfession angehörten: ihre Landesherren, nämlich der Herzog von Württemberg und der Markgraf von Baden-Durlach hatten sich früh der Reformation angeschlossen. Zugleich lebten meine Vorfahren über die Jahrhunderte hinweg fast ausschließlich im Gebiet des Nordschwarzwalds zwischen dem Nagoldtal im Osten und dem Murgtal im Westen. Ich konnte mich bei meinen Nachforschungen deshalb auf die Sichtung der einschlägigen Kirchenbücher konzentrieren, die einerseits im Archiv der württembergischen Landeskirche in Stuttgart-Möhringen und andererseits im Archiv der badischen Landeskirche in Karlsruhe als Filmkopien vorliegen. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Für die Kirchengemeinden im Gebiet der heutigen (politischen) Gemeinde Straubenhardt konnte ich zu Abgleichs- und Kontrollzwecken die zwischenzeitlich von Herbert Kling erstellten Ortsfamilienbücher heranziehen. Die von mir erschlossenen Daten meiner Vorfahren wurden unter Verwendung der Software "Family Tree Maker" gespeichert und verarbeitet. Die Aufzeichnungen beginnen mit meinen Großeltern Christian Friedrich Duss, Christian Wilhelm Kull, Karoline Pauline Schifferle und Frida Friederike Kull. Sie reichen in einem Fall bis zur Taufe des "Spitzenahnen" Martin Duss im Jahr 1569 in Effringen (heute Stadt Wildberg) zurück.

Meine Ahnendaten können unter der Datenbank-Nummer 35786 in der Datensammlung Gedbas des Vereins für Computergenealogie sowie in den einschlägigen Links dieser Website kostenlos eingesehen werden. Über die Erfassung und Aufbereitung der Lebensdaten meiner Vorfahren hinaus habe ich den Versuch unternommen, die historischen Rahmenbedingungen ihres Daseins in grober Form zu erschließen und über entsprechende Erläuterungen und Randnotizen zu beschreiben. Außderdem habe ich Informationen über Herkunft, Bedeutung und regionale Verbreitung der Namen meiner Vorfahren gesammelt und dargelegt. Schließlich habe ich mich bemüht aufzuzeigen, welche Dialekte bzw. Mischformen von Dialekten meine unmittelbaren Vorfahren gesprochen haben.